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Straßen verbieten!?

veröffentlicht um 01.07.2012, 02:07 von Wolfgang Ehle
Wer käme auf die Idee, wegen mehr als einer Million überfahrener Tiere jährlich die Strassen zu verbieten? Niemand…

...und das, obwohl neben der Viertelmillion zerfetzter Rehe, zehntausender Wildschweine und ungezählter plattgewalzter Hasen, Füchse und Igel die Strassen ja auch noch Wegbereiter für massive Umweltschäden sind. Dienen sie doch der Fortbewegung mit Hilfe der Verbrennung fossiler Rohstoffe und sind mithin eine Hauptursache für den Klimawandel.

Betrachten wir hingegen die Diskussion um die Erzeugung von Strom vermittels Windrädern, ist schon der einzelne "geschredderte" Rotmilan, Schwarzstorch oder die Fledermaus Grund genug, um den Untergang der gesamten Avifauna und sonstiger flugfähiger Lebewesen anzukündigen. Setzen wir die für den Kraftwerksbau geplanten Milliarden für Forschung und Entwicklung auf diesem Sektor ein, es wird sich ein Weg finden, unnötige Opfer zu vermeiden!

Es geht mir nicht um eine Geringachtung dieser Lebewesen, ich gehöre zu den Leuten, die selbst eine Schnecke von der Fahrbahn auflesen und in die Wiese setzen. Aber es geht mir darum, auf eine alarmistische Verschiebung der Maßstäbe hinzuweisen. Denn bei diesen sicher traurigen Nebenwirkungen sind erstens in großem Stil Mutmaßungen und eher weniger Empirie im Spiel, und zweitens sollte man nie vergessen, dass - wenn wir nicht auf erneuerbare Energien setzen - Mensch und Tier in weit größeren Maße bedroht sind. Zum Beispiel Eisbär, Pinguin & Co, sowie rund 4 Milliarden Menschen in den versinkenden Küstenzonen dieses Planeten!

Wir müssen alle Anstrengungen unternehmen, damit dies nicht geschieht. Windkraft - unter Berücksichtigung aller Naturschutzvorschriften - ist eine Maßnahme davon. Und ich persönlich hätte nichts dagegen, wenn auch die eine oder andere Strasse aus diesem Grunde nicht gebaut würde.
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