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BUND veröffentlicht das „Dusselige Dutzend“ geplanter Bundesautobahnen und -straßen

veröffentlicht um 14.03.2013, 13:34 von _ Info   [ aktualisiert: 14.03.2013, 13:38 ]
BUND veröffentlicht das „Dusselige Dutzend“ geplanter 
Bundesautobahnen und -straßen. Minister Ramsauer muss 
Fehlplanungen stoppen und echte Bürgerbeteiligung durchsetzen
Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat 
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer aufgefordert, eine Reihe aus Sicht des 
Verbandes umweltschädlicher und verkehrstechnisch sinnloser Straßenbauprojekte 
aufzugeben. Eine Auflistung des BUND mit dem Titel „Das dusselige Dutzend“ 
dokumentiert zwölf solcher Straßenbauvorhaben aus ganz Deutschland. Alle zwölf 
Projekte seien überteuert, überdimensioniert, beseitigten keinerlei Engpässe und führten 
zu massiven Schäden an der Natur. Würden sie trotzdem realisiert, kostete dies 
mindestens zehn Milliarden Euro an Steuergeldern. Zu den sinnlosesten Vorhaben zählt 
der BUND die Küstenautobahn A 20 quer durch Niedersachsen und Schleswig-Holstein, 
die A14 von Magdeburg in Richtung Schwerin, die A100 in Berlin, die Nordtangente der 
B388 bei Passau in Bayern und die A46 in Nordrhein-Westfalen. 
In jedem einzelnen dieser Fälle gebe es umweltschonende, kostengünstige und schneller 
umsetzbare Alternativen, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Angesichts der 
Verschuldung der öffentlichen Haushalte müsse die Straßenwunschlisten-Politik der 
Länder beendet werden. Alle Straßenbauvorhaben der nächsten Jahre müssten noch 
einmal einer grundsätzlichen Überprüfung unterzogen werden, forderte der BUNDVorsitzende. 
Weiger: „Der Straßenbauwahn in Deutschland muss endlich von einer intelligenten 
Planung zukunftsfähiger Verkehrssysteme abgelöst werden. Seit Jahren wird mit vielen 
Milliarden Euro Steuergeld die Landschaft oftmals ohne Sinn und Verstand zubetoniert. 
Wenn das so weitergeht, nehmen nicht nur die Natur und das Klima weiteren Schaden. 
Diese Politik belastet auch die Menschen und sie verschwendet exorbitant viel Geld. 
Anstatt regelmäßig zusätzliche Finanzmittel einzuklagen und munter weiter 
verkehrspolitische Todsünden zu planen, muss Bundesverkehrsminister Ramsauer 
sämtliche sinnlosen Straßenbauwünsche der sogenannten ´Landesfürsten` beerdigen. 
Dann hat er auch genug Mittel, um dem versprochenen Erhalt der Straßen Priorität zu 
geben, marode Brücken zu sanieren und in umweltverträgliche Bahnprojekte zu 
investieren.“ 
Der jetzt aufzustellende Bundesverkehrswegeplan dürfe die Fehler der Vergangenheit 
nicht fortsetzen. Künftige Verkehrsvorhaben müssten unter Mitsprache der Bürger besser 
geplant werden. Es dürften nur noch Projekte ohne Natur- und Umweltschäden realisiert 
werden, die die Mobilität der Bürger tatsächlich verbesserten und die von der Bevölkerung 
vor Ort mitgetragen würden.
Werner Reh, BUND-Verkehrsexperte: „Beim nächsten Bundesverkehrswegeplan müssen 
aufgrund von EU-Vorgaben erstmals die Folgen von Einzelprojekten und 
Gesamtverkehrsnetzen für Umwelt und Natur überprüft werden. Ausbaumaßnahmen 
werden deshalb künftig grundsätzlich Vorrang vor Neubauprojekten haben müssen. 
Bundesverkehrsminister Minister Ramsauer muss das bei der Planung neuer 
Verkehrsprojekte berücksichtigen.“ 
Um Fehlplanungen und Intransparenz bei der Bundesstraßen- und Autobahnplanung 
anzuprangern, startete der BUND jetzt eine Kampagne mit dem Titel “Mobil statt verplant”. 
Betroffene sollen mobilisiert werden, gegen unsinnige Verkehrsprojekte Einspruch zu 
erheben. 
Grafiken des „Dusseligen Dutzends“ und weitere Informationen zum 
Bundesverkehrswegeplan finden Sie im Internet zum Download unter: www.mobil-stattverplant.de
Pressekontakt: Werner Reh, BUND-Verkehrsexperte, Tel. 030-27586-421 bzw. Almut 
Gaude, BUND-Pressereferentin, Tel. 030-27586-464/-489, E-Mail: presse@bund.net, 

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