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BUND Thüringen begrüßt endgültiges Aus für Rhöntrasse B 87n

veröffentlicht um 30.01.2013, 14:02 von _ Info

Erfurt. Der BUND Thüringen begrüßt die Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums, die Rhöntrasse B 87n von Meiningen nach Fulda nicht zu bauen.

Wir sind sehr erleichtert, dass das Bundesverkehrsministerium nach jahrzehntelangem Ringen endlich einen Schlussstrich unter dieses unsinnige Projekt gezogen hat“, erklärte Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen. „Die Monstertrasse hätte eine Schneise quer durch die Rhön geschlagen und diesen einzigartigen Naturraum dauerhaft zerstört. Die Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums ist ein Sieg der Vernunft über den Straßenbauwahn.“

Nach Angaben des BUND Thüringen hat Bundesverkehrsministerium das Straßenbauvorhaben nicht nur wegen der erheblichen Zerschneidungswirkung für Arten und Lebensräume in der Rhön abgelehnt. Auch die zusätzliche erhebliche Belastung der Rhön durch Transit- und Schwerverkehr sei ausschlaggebend gewesen.

Damit ist das Bundesverkehrsministerium unserer Argumentation gefolgt“, freut sich Vogel. Die Trasse hätte nicht zu einer Verkehrsentlastung in der Rhön geführt, sondern als Transitstrecke zusätzlich überörtlichen Verkehr in die Rhön gelenkt. Auch dramatische Kostensteigerungen seien mit dem Projekt verbunden gewesen. Ursprünglich sei die ca. 65 km lange Trasse im Bundesverkehrswegeplan mit 140 Millionen Euro veranschlagt gewesen. Zuletzt sei man von einem Investitionsvolumen von 225 Millionen Euro ausgegangen, weil Politik und Straßenbaubehörden offenbar verbissen das Ziel verfolgten, die neue Bundesstraße für maximale Geschwindigkeit aus zu legen. Das Bundesverkehrsministerium habe weitere wesentliche Kostensteigerungen erwartet.

Statt die Rhön unter Asphalt zu begraben, sind jetzt die frei werdenden Mittel für die Umsetzung einer nachhaltigen Verkehrspolitik in dieser Modellregion ein zu setzen.“, forderte Vogel. „Der Ausbau eines länderübergreifenden Öffentlichen Personenverkehrs für Anwohner und Pendler und die Entlastung von Ortsdurchfahrten muss jetzt Vorrang haben.“

Für Rückfragen: Dr. Burkhard Vogel, Tel. 0361 555 03 -12; 0170 – 73 19 593

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